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Jugendevent WLT Albstadt

Wie versprochen wollen wir unsere Eindrücke des Wochenendes ab 1.Mai mit euch allen teilen. Aber zuallererst ein paar Daten und Fakten:

  • Drei Tage
  • 21 Teilnehmer
  • davon 11 Jugendliche

Das Event war ein voller Erfolg. Neben dem Tauchen selbst standen Physikexperimente, Kompasskunde, Leistungssport und gemeinsame Spiele auf dem Programm. Einige tolle Trainingsinhalte und Spiele anderer Vereine konnten wir ausprobieren und auf Herz und Nieren testen. Hier ein Überblick der drei Tage.

 


 

Am ersten Tag ging es anfangs ums Kennenlernen. Viele hatten sich zum allerersten mal getroffen. Auch hier werden wir ein paar Spiele mitnehmen die wir in Zukunft im Training für neue Teilnehmer einsetzen werden. 

Media Team WLT e.V.

Landessportschule in Albstadt hat sich in den letzten Jahren sehr erweitert. So war nach dem ersten Treffen im Seminarraum ein kurzes scouting des Geländes wichtig. Die Sportschule verfügt über mehrere Sporthallen, die nicht nur für übliche Sportarten wie Basketball oder Leichtathletic nutzbar waren. Es gibt auch Tartanbahnen und Weitsprunggruben. Das für uns wichtige Hallenbad steht so ziemlich im Zentrum des Geländes und hatte direkt nebenan ein Team von Radball Athleten, welchem wir kurz beim Training zugesehen hatten. 

 

Im Anschluss nach Bezug der Zimmer sind die geplanten Trockeneinheiten in der Sporthalle als nächstes auf dem Plan gewesen. Die Vermittlung von Übungsformen und bewusster Bewegung auch außerhalb des Wasser ist genauso wichtig wie das Training im Wasser. Eine gute Ausdauer sowie Kraft oder Beweglichkeit lässt sich gut jederzeit auch im Trockenen trainieren. Wir haben die Chance dabei genutzt unser Spiel "Slingball" einmal im Trockenen vorzuführen und die Regeln zu erklären, damit im Wasser dann auch alles klappt. Die Akustik im Hallenbad ist gleich wie in Friedrichshafen, leider sehr schlecht. 

 

Media Team WLT e.V.

Großartigerweise können wir uns auch voll auf die Inhalte des Events konzentrieren da wir vollumfänglich von der Sportschule verpflegt werden. Somit ging es nach dem Mittagessen zum Theorieteil der Kompasskunde inklusive Kompasskurslaufen im Freigelände.

 

Media Team WLT e.V.

Zuerst wurden die wichtigsten Punkte beim Orientieren mit dem Kompass theoretisch vermittelt und mithilfe der super vorbereiteten Kompasskurse und leicht aufbaubaren Ortsmarker direkt im Feld ausprobiert. So war das recht komplexe Thema spielerisch an Land leicht verdaubar direkt zu erleben. Jeder hatte den ihm gestellten Kurs erfolgreich absolvieren können. Wir werden in einem weiteren Blogbeitrag zu diesem Projekt noch mehr Infos teilen und vorallem im größeren Kreis mit den Kindern üben. Hier schon der Link zum Artikel vom WLT.

 


 Der zweite Tag begann mit einem frühen Aufstehen am Wochenende und einem ABC-Training im Hallenbad. Hier begann der große Vorteil sich mit vielen Vereinen zu treffen. Wir vollzogen mehrere verschiedene kurze Trainings an einem Morgen. Von Ausdauer über Apnoe und auch Koordination war alles dabei. Jedes Training wurde von einem anderen Trainer aus einem anderen Verein durchgeführt. Wir werden uns im Trainerteam in den kommenden Wochen zusammensetzen und daraus neue Trainingspläne zusammenstellen auch mit speziellen Übungen, die wir bisher noch nicht auf dem Schirm hatten. Einiges Neues wird also auf euch zukommen.

 

Media Team WLT e.V.

Am Nachmittag wurde ein Blick auf die Tauchphysik geworfen. Das Versuchsmaterial für die Physikexperimente wurde dabei selbst gebastelt und direkt getestet. Im Mittelpunkt stand das präzise Austarieren des Auftriebs unter Wasser. Im folgenden Bild ist auch der Einfluss am Schokokuss gut zu sehen was passiert wenn der Umgebungsdruck stark abfällt, wenn man Luftbläschen in sich hat. Wunderschöne Veranschaulichung weshalb man beim Auftauchen immer ausatmen sollte. Wir haben die wunderbar von unseren Jugendlichen gebastelten Versuche mitgenommen und werden diese in der nächsten Theorieeinheit, zum nächsten Tauchschein, nutzen. 

 

Media Team WLT e.V.

Zum Schluss des Tages ging es zum Gerätetauchen und endlich die angekündigten Spiele Unterwasser ausprobieren. Leider wurden im Eifer des Gefechts von diesem Spaß keine Bilder gemacht. Das erste Spiel war eingeführt mit einem direkten Flug hunterter Golfbälle in Richtung Beckenboden. Die Aufgabe bestand dann darin die Golfbälle in dafür vorbereitete Tore zu buxieren mithilfe von verschiedenen Schlägern. Herausfordernd war dabei die Tarierung gut zu halten und nicht zu tief oder zu hoch zu steigen. Wenn man die Höhe nicht gut halten konnte, war es unmöglich einen Ball  im Tor zu versenken. 

 

Das zweite Spiel war noch herausfordernder, da es darum ging mit einem Gewicht welches man sich um den Hals hängt, Schilder um zu werfen. Das Zusatzgewicht hat die Tarierung noch schwerer gemacht und die Toleranz für den Höhenausgleich durch die Arme, wie im vorherigen Spiel, war nicht mehr möglich. 

 

Zu guter letzt gab es noch eine Übung mit Kanistern, die wir zuvor nach der Physikeinheit gebastelt hatten. Wenn man beim Tauchen den Atemregler aus dem Mund nehmen muss, ist das für viele erstmal eine Herausforderung. Mit den Kanistern wurde eine spielerische Komponente zur Erleichterung ,das mal auszuprobieren, hinzugefügt. Die Kanister an sich waren nur unten aufgeschnitten und mittels eines Gewichtes am Grund gehalten worden. Um diese dann zur Wasseroberfläche schießen zu lassen, nimmt man den Atemregler aus dem Mund und bläst mit der Munddusche so viel Luft in den Kanister wie möglich. In absoluter Spitzengeschwindigkeit wird der Kansiter durchstarten und natürlich war das für alle ein guter Grund wiederholt ohne Aufforderung das Herausnehmen des Atemreglers zu üben. Wir haben unseren Kanister mitgenommen und aktuell im Gereätewagen im Hallenbad. Wir haben auch noch einige weitere Ideen,  was wir damit machen können und werden vermutlich auch noch mehrere weitere Kanister basteln.

 


 

Am dritten Tag ging es zwar schon dem Ende zu. Doch wir hatten noch einiges auf dem Programm. Kategorie Leistungssport war direkt nach dem Frühstück unser erstes im Hallenbad. Nach dem Aufwärmen ging es für alle daran Monoflossen mit Wettkampfqualität zu probieren. Glücklicherweise war für jeden von uns die passende Größe dabei. Direkt beim Losschwimmen von unseren Jugendlichen konnte man auch sehen wie gut das Training bereits Früchte trägt. Das Entscheidene ist hier das Wort losschwimmen. Genau das fiel den meisten anderen sehr schwer beim ersten Versuch. Viele waren nicht direkt damit zurechtgekommen beide Füße in einer Flosse zu haben.

 

Schnell gab  es zwischen uns ein kleiner Wettbewerb,  wer schneller ist als der andere und einige Videos wurden gedreht. Die Flossen selber sind deutlich härter und haben einen viel direkteren Antritt. Meistens werden die Flossen auf Maß der persönlichen Fußform angepasst und sind aus Kohlefaserverbundmaterial. 

 

Der krönende Abschluss waren dann Mannschaftsspiele. Zuerst kam Slingball dran. Beide Teams hatten schnell raus wie es sich im Wasser spielt. Verglichen zu an Land ist die Fortbewegung spürbar langsamer und auch anstrengender. Anfänglich wurde auch die Tiefe des Beckens nicht direkt ausgenutzt, was schnell zu verwunderten Blicken führte als Spieler aus dem nichts beim Korb aufgetaucht sind und durch einen guten Pass ein Tor machen konnten. 

 

Das Aufwärmspiel zum Unterwasserrugby hat gleich alle darauf eingestellt, das es im Vergleich zu Slingball nicht an der Kondition, sondern am Luftanhalten hängt wie gut das Spiel läuft. Unterwasserrugby spielt sich rein Unterwasser, wie es der Name schon vermuten lässt. Die wichtigste Regel besagt das der Ball nur unterhalb der Wasseroberfläche gespielt werden darf. Ein Auftauchen mit Ball ist ein direktes Faul. 

 

Übliches überkochen des Hallenbades war auch für die Jugend schon gegeben nach ein zwei ersten Angriffen auf den Korb. Das Spiel Unterwasserrugby wird wie erwähnt unter Wasser mit einem untergehenden Ball gespielt. Zwei Manschaften versuchen im Verlauf des Spieles den Ball im eigenen Besitz zu halten und ein Korb zu machen auf der gegnerischen Seite. Übliche Tauchtiefen dabei sind bis zu 4 m und Beckenlängen von bis zu 12 m. Vom ersten Abtauchen bis zu Korb können gerne über 20 m zurückgelegt werden inklusive ausweichen oder kämpfen den Ball zu behalten. Wir werden definitiv auch im Training Unterwasserrugby vorstellen. Es ist ein großartiger Weg spielerisch seine Apnoefähigkeiten zu verbessern.

 

Nach dieser letzen Einheit im Hallenbad ging es dann für uns alle wieder nach Hause. Wir alle waren uns auch einig,  dass es viel Spaß gemacht hat und wir alle viel Neues erleben konnten. Das Pilotseminar ist somit ein voller Erfolg und wird mit Sicherheit wieder stattfinden und mit Sicherheit werden wir auch dabei sein.